Im Moment ist es eine sehr turbulente Zeit in Ecuador. Auf der einen Seite die politischen Probleme, die aber hoffentlich schon wieder gelöst sind. Denn Kolumbien, Ecuador und Venezuela haben ihren Streit offiziell beigelegt, heißt es in den Medien. Bereits ganz im Schatten dieser Streitereien, hat ein Bruch einer Öl-Pipeline in Ecuador die Trinkwasserversorgung der Hauptstadt Quito gefährdet und zwei besonders empfindliche Naturschutzgebiete verseucht. Etwa 8000 Barrel Erdöl seien in den Fluss Sucus-San gelangt und von dort in die Lagune von Papallacta geflossen, teilten die Behörden mit. Die Lagune sei zu 70 Prozent von einem Ölteppich bedeckt und die Trinkwassergewinnung sei unterbrochen. Nicht nur die nördlichen Bezirke Quitos würden nun aus einer Notquelle versorgt sondern auch in Coca, dem Wohnort der Familie wird das Trinkwasser knapp!

Ein weiteres Problem stellen die massiven Preiserhöhungen dar, schreibt Paul. Was natürlich nicht durch eine Erhöhung der Löhne kompensiert wird in Ecuador und die Situation jedes Monat scheinbar hoffnungsloser wird. Ein Ei kostet 0,25 $ und Milch 0,8 $ was für das niedrige Lohniveau, aufzeigt wie schwierig es ist die Familie ernähren zu können.

Darum ist es im Moment, da auch die familiären gesundheitlichen Probleme noch nicht ganz überstanden sind, eine besonders schwierige Zeit in der Unterstützung notwenig ist. Betty wird noch ärztlich behandelt und braucht ihre Medikamente. Paul schreibt ungern, dass die Hilfe nicht für die geplanten 2 Monate reichen wird aber es geht nicht anders. Es wäre unverantwortlich die Schulausbildung und die Gesundheit aufs Spiel zu setzten. Er gibt sicherlich sein Bestes. Prüfungsgebühren, Schulgelder und Schulmaterial sind eben zu bezahlen. 3 Jahre soll die Ausbildung von Ivan und Carlos noch dauern und dann sind sie mit der zweiten Schulstufe fertig und sind ausgebildete Mechaniker. Noch 3 Monate und sie haben ihr erstes Jahr fertig. Das wäre sicherlich gut für alle!? Aber vergessen wir dabei nicht welche Auswirkungen auch unser übermäßiger Erdölkonsum und die dadurch nötige Erdölförderung auf die Familie Zambrano haben kann…

Paul: EL PROBLEMA DEL AGUA ES QUE SE CONTAMINO EL RIO CLARO QUE EL GOBIERNO AYUDA PERO SOLO AGUA DAN TRES TANQUES POR CADA CASA CADA TRES DIAS Y LA VERDAD NO ALCANZA Y A BESES NO TOCA COGER UNA CAMIONETA IR EN BUSCA DE AGUA A OTROS RIOS QUE ESTAN ALGO LEJOS...

NOTA: EL AGUA ESTA MESCLADA CON PETROLEO Y ES MALA PARA LA SALUD PUEDE OCASIONAR MUERTE LENTA Y DAÑOS AL ORGANISMO ESTAMOS AFECTADOS DIRECTAMENTE PORQUE EL RIO QUE NOS ABASTECE DE AGUA SE CONTAMINO LA LLUVIAS MOVILIZAN EL CRUDO DERRAMADO Y ESO LOS CONDUCE AL LOS RIOS. Y ESO SE CALCULA SEGUN LOS EXPERTOS EN MEDIO AMBIENTE QUE TARDARA UNOS TRES MESES EN REMEDIARSE.... 

Weiters schreibt Paul über seine Geschwister. Ivan ist noch immer, so wie ich ihn noch immer im Gedächtnis habe, sehr lustig und wie ein Kind. Carlos aber der ja ein bisschen älter ist will schon helfen. Weniger denkt er ans spielen aber dafür will er Paul beim Arbeiten helfen. Will ihn beim Schweißen unterstützen und vielleicht schon bald Verantwortung für seine Geschwister übernehmen. Adriana liebt immer noch mit Puppen zu spielen und hilft gerne beim Kochen. Sie ist glücklich wenn sie vor dem Haus spielen darf. Mateito ist noch immer ein „Baby“ und kommt nächstes Jahr in die erste Klasse. Veronica hilft im Moment ihrer noch immer geschwächten Mutter mit dem Haushalt. Andrea arbeitet von 8:00 in der früh bis 8:00 am Abend für das Wohl ihrer Geschwister.

Der Zusammenhalt in der Familie ist extrem wichtig…

 Wer gerne helfen möchte findet hier die Kontodaten !

 

Ein wenig erleichtert durch unsere Hilfe schreibt mir Paul die derzeitige Lage in Ecuador. „Es ist keine leichte Zeit aber Betty geht es besser. Wir müssen zusammenhalten…“ meint er.

Viel Arbeit und sehr wenig Schlaf, prägen seine momentane Situation um zuhause zu helfen und Geld zu verdienen. Manchmal fragt er sich in so schwierigen Zeiten, wann er etwas Lebenszeit zum Genießen haben wird. 

Bettys Wunden müssen alle paar Tage gereinigt werden, sie muss Medizin nehmen um bei dem heißen und schwülen Klima in Coca die Infektionsgefahr gering zu halten, und dann ist da noch das Blut. Sie hat die seltene Blutgruppe A+, was es sehr schwierig macht das Blut zu bekommen. Jeden Liter kann man sich um 50$ kaufen, aber nur wenn man das Geld hat. 

Morgen (29.01.2008) muss er einen Liter Blut besorgen für seine Mutter. Er schreibt: „Wenn ich Glück habe und einen Spender finde, habe ich gerade noch das Geld um es zu kaufen.“ 

Ich werde weiter helfen, solange es geht. Vielleicht will ja jemand mithelfen?

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