Wieder ein Schuljahr abgeschlossen, schreibt Andrea hoch erfreut. Durch meine aufmunternden Worte waren sie besonders bemüht gute Noten zu schreiben. Andrea schreibt mir auch immer wieder wie gerne sie bereits arbeiten würde. Aber ohne abgeschlossenes „Collegio“ bekommt man quasi keine Arbeit, von der man auch leben könnte. Sie würde uns unglaublich gerne mit Hilfe für ihre Familie unterstützen indem sie selbst Geld verdient. Adriana, das jüngste Mädchen, kommt nächstes Jahr auch in das „Collegio“, also nach der 7 Schulstufe sozusagen das „Gymnasium“.

Leider gibt es auch wenig erfreuliche Nachrichten vom Gesundheitszustand von Betty (Mutter der 6 Kinder). Ihre Operation im Unterleib die sie vor über einem Jahr benötigt hat, hat sich entzündet. Sie hat große Schmerzen und muss nach Quito ins Krankenhaus. Das bedeutet fast 10 Stunden mit dem Bus auf holprigen Straßen nach Quito fahren um in der früh eine Nummer zu ziehen für die Warteschlange. Ungewiss ob man am selben Tag noch an die Reihe kommt, immer im Hinterkopf die Ungewissheit ob man sich die Behandlung überhaupt leisten kann.

Es hat im letzten Jahr wunderbar funktioniert das Betty und ihre 6 Kinder mit etwa 400€ ganze 2 Monate auskommen. Nur bei Schulbeginn und solch unvorhersehbaren Krankheiten bitten sie um zusätzliche Unterstützung. Diese Bitte leite ich hiermit auch an Euch weiter.

Vor kurzer Zeit hat mich eine ganz besondere Nachricht von Andrea erreicht. Andrea hat mir geschrieben, dass sie sich bedankt für unsere Hilfe und zeigt mit einem Foto einen Teil der Schulunterlagen die damit gekauft wurden. Weiters schreibt sie wie es ihr geht und bemerkt, dass sie nach Abschluss von diesem Schuljahr arbeiten gehen möchte. Ist doch wunderbar - die Zeit ist reif um selbstständig zu werden.

Sehr erfreulich ist auch das Andrea jetzt einen sehr sympathischen Freund hat. Sie hat ihn mir auch mit einem Foto vorgestellt. Das bleibt aber unter uns.

Hier noch ein Foto vom Weihnachtsaltar in ihrem bescheidenen Haus. Matheito beim Hausübung machen.Und Ivan - wie könnte es anders sein - wie er sich direkt aus dem Suppentopf einen Löffel voll schnappt...

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